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  „Casino Kapitalismus“ – Buchübersetzung von Prof. Hun-Dae Lee, Alumni der Hanns-Seidel-Stiftung Korea

Eines der meistgewürdigten Bücher, die in jüngster Zeit zur Finanzkrise 2008 erschienen sind, ist Casino Kapitalismus von Prof. Hans- Werner Sinn, dem Vorsitzenden des renommierten Münchener Ifo-Institutes, was nun von Prof. Hun-Dae Lee der Kyunggi-Universität ins Koreanische übersetzt wurde. Prof. Lee studierte Wirtschaftswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und ist ein Alumnus der Hanns-Seidel-Stiftung Korea. Während der Übersetzungsarbeiten stand Prof. Lee in engem Kontakt zu Prof. Sinn und liefert mit seinem Ergebnis einen erneuten Beweis für die hervorragende Arbeit der Hanns-Seidel Alumni in Korea.

In Casino Kapitalismus untersucht Hans-Werner Sinn die Ursachen der Bankenkrise, weist auf Mängel in den Rettungspaketen hin und präsentiert einen umfassenden Reformplan für die Finanzmärkte. Sinn behauptet, die Krise entstand, da sich Groß- und Mittelstand als nur bedingt verantwortungsbewusst erwiesen und sich auf ein Spiel mit Immobilienhandel eingelassen haben. Genaustens beschreibt er, wie stetig mehr Geld an amerikanische Hauseigentümer verliehen wurde und kritisiert die Verbriefung und den Verkauf von Hypothekenforderungen an die gesamte Welt, ebenso wie die mangelnde, von Ratingagenturen gebotene Transparenz. Er erklärt, dass der „American Dream“ vorbei sei, da die Welt erkannt hätte dass dieser Traum auf Schulden errichtet sei, die wohl niemals zurückgezahlt werden könnten. Sinn stellt außerdem fest, dass die Bankenkrise noch nicht vorüber sei, da die notwendige Abschreibung von Giftpapieren größtenteils unerledigt blieb und unter den Teppich gekehrt wurde. Aus der Gegenüberstellung der tatsächlichen weltweiten Abschreibungen und den Schätzungen des IWF zieht er die Schlussfolgerung, dass wesentliche Teile der realen Verluste, wenn nicht sogar die meisten, noch nicht erkennbar seien und dass die Bankensysteme vieler Staaten kurz vor der Insolvenz stehen. In diesem Zusammenhang richtet Sinn scharfe Kritik in Richtung der vielen Finanz-Rettungspakete, monierend dass diese unter der Annahme verabschieded wurden, die Banken hätten ein Liquiditätsproblem, während sie tatsächlich unter den Folgen einer Solvabilitätskrise leiden. Sinn weißt darauf hin, dass die Gegensätzlichkeiten zwischen dem kurzfristigen Ziel der Bankenrettung und dem langfristigen Ziel ein umsichtigeres Verhalten zu etablieren, die Regierung dazu anhält die Banken, aber nicht die Anteilseigner zu unterstützen, indem sie vorübergehend Miteigentümer wird. Zusätzlich fordert er einen höheren Eigenkapitalbedarf, eine weltweite Rückkehr zu einem vorsichtigerem Buchhaltungsverfahren, ein Verbot zu extremer Basisspekulationen und strenge Regulierungen für Conduits, Hedge-Fonds und Kreditausfallversicherungen. Diese drastische Darstellung bietet einen wertvollen Überblick für Dozenten, Studenten, Entscheidungsträger, Politiker und all jene mit einem Interesse an der beispiellosen Bankenkrise 2008.


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