[한국어]    [English]    [Deutsch]      

  HSS Projekt zur modernen Landwirtschaft in Rason
Im Gespräch mit dem stellv. Vorsitzenden
des Komitees für die spezielle Stadt Rason

Die Hanns-Seidel-Stiftung Korea hat mit einer fünfköpfigen Delegation vom 10. – 12. Mai 2010 die Sonderwirtschaftszone (SWZ) Rason in Nordkorea besucht. Neben Gesprächen mit dem stellv. Vorsitzenden des Komitees der speziellen Stadt Rason, dem zentralen Organ der SWZ und dem Büro für wirtschaftliche Kooperation, konnten auch der Hafen von Rajin, die Daehung Trading Company sowie zwei Farmen vor Ort besucht werden.

Mitglieder der Delegation nach Rason im Mai waren Herr Willi Lange, Referatsleiter für Nordostasien in der Zentrale der HSS München, Dr. Bernhard Seliger und Frau Sarah Kohls von der HSS Korea, sowie Herr Simon Numberger, Repräsentant der HSS Landwirtschaftsschule in Pingdu, China. Darüber hinaus wurde die Delegation auch von Herrn Frank Robaschik begleitet, der als Repräsentant und Korrespondent für Germany Trade & Invest über die wirtschaftliche Lage auf der koreanischen Halbinsel berichtet.

In dieser Hinsicht ist vor allem interessant, dass der Status der SWZ Rason Anfang 2010 zu einer speziellen Stadt aufgewertet worden ist. Der stellv. Vorsitzende des Volkskomitees der speziellen Stadt Rason, Herr Chae Song Hak, erläuterte, dass nun sein Komitee über sämtliche wirtschaftliche Entscheidungen in der SWZ entscheiden kann. Man sei außerdem unabhängiger von der Zentralregierung in Pjöngjang und könnte auch ohne vorherige Konsultation Entscheidungen über zukünftige Investoren fällen.

Die Hanns-Seidel-Stiftung Korea möchte in Rason ein Projekt zur modern und ökologischen Landwirtschaft starten. Hierzu wurde eine Partnerschaft mit zwei Farmen geschlossen, der Ungsang Farm, einer Kooperativfarm, wie auch mit der Rason Schweinefarm, die dem Zentralkomitee untersteht. Im September soll eine erste Delegation von Rason die Landwirtschaftsschule der HSS in Pingdu, Shandong Provinz, China, besuchen.

Ein weiterer Punkt auf der Agenda war der Besuch bei der Rason Daehung Trading Company, die gerade erst im Dezember 2009 vom Staatsoberhaupt Kim Jong Il besichtigt worden ist. Es ist das größte, rein koreanische Handelsunternehmen in der Zone und exportiert neben maritimen Produkten nach Japan, China und Australien auch den aus der Region bekannten Kiefernpilz-Schnaps vor allem nach Südostasien.

Am letzten Tag der Reise konnte auch der Hafen besichtigt werden. Der Leiter des Hafens, Herr Kim Chun Il, hat die Delegation durch den Hafen in der Stadt Rajin geführt, der 1937 gebaut worden ist. Es gibt bisher nur 3 Piers, aber Pläne den Hafen bis auf 12 Piers auszubauen. Der Hafen hat eine Tiefe von bis zu 9,5 m. Insgesamt gibt es eine Umschlagskapazität von 3 Mio.Tonnen, in 2009 konnten aber nur 200.000 Tonnen umgesetzt werden. Die vorhandenen Kräne können Lasten von 5, 10 und 30 Tonnen heben. Auf dem Pier 1 hat China für den Kohletransithandel eine Lagerhalle gemietet, nicht jedoch den Pier selbst, wie allgemein behauptet. Russland hat hingegen den gesamten Pier 3 im Jahr 2008 für 50 Jahre gemietet, allerdings ist hier noch nicht viel Aktivität vorhanden.



Herr Numberger erläutert die Landwirtschaftsschule
in Pingdu beim Besuch der Ungsang-Farm
Besuch der Rason Schweinefarm


 zurück>>>



[Home]