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Vortrag vor Beamten des Wiedervereinigungsministeriums
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Die politische, wirtschaftliche und soziale Situation in Deutschland 20 Jahre nach der Wiedervereinigung war das Thema eines Vortrags des Repräsentanten der Hanns-Seidel-Stiftung Korea, Dr. Bernhard Seliger, vor Beamten des Vereinigungsministeriums, die sich auf eine Studienfahrt nach Deutschland vorbereiteten. Der Vortrag fand am 19. April im Wiedervereinigungsbildungszentrum in Seoul statt. Während die politische Integration relativ problemlos verlief, sei es klar gewesen, daß die wirtschaftliche Integration nur langsam Realität werden könnte. An Beispielen wie der wiederaufgebauten berühmten barocken Frauenkirche in Dresden und dem früheren Wismut-Uranbergwerk bei Gera, daß 2007 ein Gelände für die Bundesgartenschau wurde, zeigte Dr. Seliger auf, daß tatsächlich vielerorts „blühende Landschaften“ in den neuen Bundesländern entstanden seien, wie von Bundeskanzler Helmut Kohl 1990 vorausgesagt. Überraschend schwierig sei die soziale Integration von Ost und West gewesen, bis heute gebe es im Bewußtsein der Bevölkerung große Unterschiede. Für Korea sei deshalb auf die soziale und psychologische Begleitung der Wiedervereinigung verstärkt das Augenmerk zu richten.
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