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Der Repräsentant der Hanns-Seidel-Stiftung Korea, Dr. Bernhard Seliger, vor einem Modell des ersten solarthermischen Projekts in Korea auf der Green Energy Expo in Daegu
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Trotz enger wirtschaftlicher Verflechtungen steckt die politische Kooperation in Nordostasien, zwischen China, Japan und Korea, noch in den Kinderschuhen. Ungelöste Konflikte vor allem auf der koreanischen Halbinsel und mit Taiwan und die Last der Geschichte haben mehr Kooperation bisher verhindert. Die Kooperation im Bereich der erneuerbaren Energien könnte dies ändern, wenn sich Nordostasien für ein Netzwerk erneuerbarer Energien auf Basis von Solarstrom aus der Wüste entscheiden würde, wie dies derzeit Nordafrika und die Europäische Union im Desertec-Projekt tun. Dort soll solarthermischer Strom erzeugt und über weite Strecken in die industriellen Zentren Europas gebracht werden – Energie, die sauber, billig und unerschöpflich ist. Ein ähnliches Netzwerk schlägt die Hanns-Seidel-Stiftung Korea unter dem Namen Gobitec für die Kooperation von Nordostasien inklusive der Mongolei vor. In den Wüstenregionen Chinas (Taklamaklan) und der Mongolei (Gobi) könnte konzentrierter Solarstrom erzeugt werden und in die Industriezentren Chinas, Südkoreas und Japans gebracht werden. Der Vorstellung des Konzepts diente auch der Besuch des Repräsentanten der Hanns-Seidel-Stiftung Korea, Dr. Bernhard Seliger, auf der Green Energy Expo in Daegu, der größten Messe und Konferenz Asiens für erneuerbare Energien. Dort sprach er u.a. mit der Daesung Firma, die mit der Daegu City Gas zusammen das erste Projekt mit konzentriertem Solarstrom in Korea durchführt. Für die Hanns-Seidel-Stiftung Koreas liegt der Reiz des Gobitec-Projektes darin, daß damit gleichzeitig dem Klimawandel begegnet werden kann, grünes Wachstum erzeugt werden kann und die nordostasiatische Kooperation in einem Modellbereich verwirklicht werden kann, was eines Tages zu einer Nordostasiatischen Energiecharta oder sogar Energiegemeinschaft führen könnte. So ähnlich hat in Europa die Integration mit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl 1952 begonnen. Sogar Nordkorea könnte von diesem Projekt profitieren und Solarstrom für seine Zentren in Pjöngjang und Gaesong erhalten, ohne daß es, wie bei früheren Pipelineprojekten mit fossilen Energien, ein solches Projekt blockieren kann, da die Durchleitung des Stroms nicht über eine Pipeline, sondern ein Netzwerk von Leitungen funktioniert.
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Tackling Climate Change Gobitech
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