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  Nordkoreanische Hospitanten im Forstwesen in Brandenburg

Die seit zwei Jahrzehnten andauernden wirtschaftlichen Probleme Nordkoreas haben auch gravierende Auswirkungen auf die Umweltsituation im Land. Wegen des Mangels an landwirtschaftlichen Flächen sowie an Energieträgern sind weite Teile des ursprünglich zu mehr als zwei Dritteln bewaldeten Landes entforstet. Bis in die Berghöhen wird ineffiziente und ökologisch verheerende Hangwirtschaft betrieben und der Ausbildungs- und Ausrüstungsstand der Forstwirte läßt zu wünschen übrig. Überschwemmungen und Verkarstungen sind die Folge.

Die Hanns-Seidel-Stiftung führt deshalb in Zusammenarbeit mit dem Forestry Design and Technology Institute des nordkoreanischen Umweltministeriums Projekte zur nachhaltigen Modernisierung der nordkoreanischen Forstwirtschaft durch. Im November und Dezember konnten zwei Mitarbeiter des Instituts aus Pjöngjang im Landesbetrieb Forst Brandenburg, Betriebsteil Peitz und Oberförsterei Lieberose, bei Oberforstrat Claus Seliger eine vierwöchige Hospitanz absolvieren, bei der sie einen Einblick in die nachhaltige Forstwirtschaft gewinnen konnten. Neben der theoretischen Einführung in die moderne deutsche Forstwirtschaft, der Entwicklung des Forstwesens, Aufgaben einer Forstverwaltung und den Waldgesetzen hatten beide Koreaner auch die Möglichkeit die praktische Arbeit der Förster und Waldmitarbeiter kennenzulernen. Ebenso bekamen sie eine Einführung in die Forschung und Lehre im Bereich der Forstwirtschaft durch einem Besuch in der Fachhochschule Eberswalde, die sich besonders auf die Forstökonomie spezialisiert hat.

Im nächsten Jahr plant die Hanns-Seidel-Stiftung, die Zusammenarbeit im Forstbereich in Nordkorea zu vertiefen.




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