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In den vergangenen Monaten haben sich, nach einer Phase der Konfrontation, die im zweiten nordkoreanischen Nukleartest gipfelte, die USA und Nordkorea wieder angenähert. Für die Nachbarn Nordkoreas, Japan, China und vor allem Südkorea, bedeutet das eine Überprüfung ihrer bisherigen Politik gegenüber Nordkorea. Insbesondere die Frage, inwieweit regionale Kooperation dabei eine Rolle spielt, war das Thema des dritten Dong-A Global Forum, das gemeinsam von der Graduate School of Northeast Asian Studies der Dong-A Universität, Busan, der Hanns-Seidel-Stiftung Korea und dem Korean Institute for National Unification am 5. November 2009 in Busan ausgerichtet wurde. Zugleich wurde dort ein MoU zur weiteren Kooperation der drei Partner unterzeichnet (s. untenstehenden Artikel).
In einer Grundsatzrede diskutierte Dr. Seo Byung-Chul, Präsident von Geodis-Wilson Korea und früherer Präsident des KINU und Dekan des Institute for Foreign Affairs and National Security des Außenministeriums, die sich wandelnde Umwelt für regionale Kooperation im Rahmen der Versuche, Nordkorea zur Denuklearisierung zu bewegen. Die erste Sitzung, moderiert von Prof. Park Sung-Jo (Freie Universität Berlin und Dong-A Universität), befaßte sich mit dem Wandel der amerikanischen und japanischen Regierung und den Auswirkungen für die Nordostasienpolitik beider Länder. Timothy Savage vom Nautilus Institute in Seoul erklärte den stärkeren Fokus auf Denuklearisierung anstelle von Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen in der neuen amerikanischen Regierung hin. Prof. Yun Eun-Gee von der Dong-A Universität wies in seiner Diskussion des Papiers von Savage auf die Verbindung interner Reformen und äußeren Drucks hin. Prof. Yuji Hosaka von der Sejong-Universität sprach über die Aussichten einer neuen nordostasiatischen Kooperation nach dem Wahlsieg der Demokratischen Partei in Japan. Prof. Son Kisup von der Pusan University of Foreign Studies diskutierte die vier schwierigsten Probleme für nordostasiatische Kooperation, Vergangenheit, Nationalismus, Sicherheit und Meeresressourcen.
Die zweite Sitzung wurde von Dr. Suh Jae-Jin, Präsident des KINU, moderiert und befaßte sich mit den zwei zentralen Akteuren in Nordostasien und auf der koreanischen Halbinsel, China und Südkorea. Prof. Shegjun Zhang, Vizedekan der School of Politics and International Studies der Beijing Normal University, erläuterte die chinesische Perspektive der verschiedenen Perioden in den Beziehungen zu den USA und die Bedeutung für Chinas Position in Nordostasien. Prof. Chang-Hoon Cha erweiterte Prof. Zhangs Analyse, der vor allem den japanisch-chinesischen Führungskonflikt in Ostasien in den Vordergrund gestellt hatte. Die Nordkoreapolitik der Lee Myung-Bak-Regierung war Thema des Vortrags von Prof. Jae-Bon Lee von der Wonkwang-Universität. Prof. Lee sieht die Verengung des Fokus auf die Denuklearisierung als Problem der Politik, vor allem auch wegen der koreanisch-chinesischen Beziehungen. Prof. James Strohmaier von der Pukyong-Universität sprach sich dafür aus, anders als bei der Idee des „grand bargain“ der jetzigen Regierung, das Problem der Denuklearisierung in kleine Schritte aufzuteilen, von denen einige lösbar seien, andere eventuell nicht.
In einer Roundtable-Diskussion, geleitet von Dr. Bernhard Seliger, Repräsentant der Hanns-Seidel-Stiftung in Korea, wurde die Frage diskutiert, ob die anvisierte nordostasiatische Kooperation sich auch auf die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel erstrecken könnte. Zum Einstieg der Diskussion gab Aidan Foster-Carter, Leeds University, einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in Nordkorea.
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Eröffnungsrede von Dr. Bernhard Seliger, HSS Korea (deutsch)
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Teilnehmer am Dritten Dong-A Global Forum (deutsch)
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