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  Wiedervereinigung und ihr regionaler Kontext – Studienreise mit dem Seoul ASEM Institute for International Relations
Die Studienreisegruppe vor dem Deutschen Bundestag

Vom 14. bis zum 20. Oktober 2009 fand im innerdeutschen Grenzgebiet, in Dresden, Potsdam und Berlin eine Studienreise der Hanns-Seidel-Stiftung Korea mit dem Seoul ASEM Institute for International Relations zu den regionalen Implikationen der deutschen Wiedervereinigung statt. Das Programm begann mit einem Seminartag im Bildungszentrum Kloster Banz der Hanns-Seidel-Stiftung. Direktor Michael Möslein empfing die Gruppe und informierte sie nicht nur über die 1000 jährige Geschichte von Kloster Banz, sondern auch über die Aufgaben der Hanns-Seidel-Stiftung bei der politischen Bildung. Dr. Christian Dorsch vom Fachbereich Politikwissenschaft der Universität Bamberg referierte über die deutschen internationalen Beziehungen nach der Wiedervereinigung und Dr. Bernhard Seliger, Repräsentant der Hanns-Seidel-Stiftung in Korea, sprach über die historische Entwicklung Deutschlands bis zur Wiedervereinigung. Anschließend hatte die Gruppe die Möglichkeit, im Wallfahrtsort Vierzehnheiligen und in der UNESCO-Weltkulturerbestadt Bamberg die Bewahrung historischen Kulturerbes in Deutschland zu erfahren.

Der nächste Tag war den Herausforderungen der Wiedervereinigung in der innerdeutschen Grenzregion gewidmet. In Bayreuth wurde die Gruppe von der stv. Regierungspräsidenten, Frau.Petra Platzgummer-Martin empfangen und informierte sich über den Beitrag der westlichen Grenzregion im Wiedervereinigungsprozeß. In Mödlareuth, einem im kalten Krieg geteilten Dorf mit dem Spitznamen „Klein Berlin“, steht bis heute eine Mauer, die die Zeit der Teilung hautnah erleben läßt. Dort konnte die Gruppe die Grenzanlagen besichtigen, wie sie vor 1990 überall die Grenze markierten. Anschließend wurden sie von Thomas Findeis vom Umweltfachbereich des Landkreises Vogtland empfangen, der die Entwicklung der Grenze vom Todesstreifen zum „Grünen Band“, dem größten Biotopverbund Europas, erklärte.

Dresden hat sich zu einem der wichtigsten kulturellen und wirtschaftlichen Zentren der neuen Bundesländer entwickelt. Dort informierte sich die Gruppe im Landesparlament des Freistaates Sachsen beim Landtagsabgeordneten ... von der CDU-Fraktion über die sächsische Politik nach der Wiedervereinigung. In der Stasiunterlagenbehörde wurden die Wissenschaftler dann über die Rolle der Geheimpolizei und die Aufarbeitung dieser Rolle informiert. Die nächste Station der Studienreise war Potsdam, wo die historischen Räume der Potsdamer Konferenz besucht wurden, die auch für das Schicksal Koreas wichtig waren. In Berlin konnte die Gruppe schließlich im Bundestag einen Einblick in den deutschen Parlamentarismus gewinnen.

Das Seoul ASEM Institute for International Relations unter der Leitung von Dr. Chang-Hoon Lee ist Partner der Hanns-Seidel-Stiftung Korea bei der Förderung der Diskussion um die ostasiatische Integration und die friedliche Entwicklung Nordostasiens.


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